Band 
[Band 3.]
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Fuͤnfften Theils drittes Buch. 77

begnuͤgen; es gezieme ſich getreuen Untertha-nen nicht, anderswo, als bey ihrer rechten Herr-ſchafft Schutz und Schirm zu ſuchen. Als nundie von Sargans ſolches gutwillig nicht thunwolten, beſetzten die Oeſter reicher ihre zwey inder Gegend ligende Schloͤſſer Freudenbergund Nydberg mit fremdem Kriegs-Volck, undbrachten dardurch das gantze Land in Schrecken. So bald als die von Zuͤrich ſolches ver-nommen, wolten ſie in aller Hitze die Herr-ſchafft Oeſterreich uͤberziehen, ihre Lands-Leutevon Sargans zu beſchuͤtzen, vermahneten auchalle Eidsgenoſſen zur Huͤlffe und Zuzug auf.Die uͤbrigen Eidsgenoſſen, die die Sache mitunverfangenem Gemuͤthe betrachteten, riethendenen von Zuͤrich, ſie ſolten dieſen Kriegszugunterwegen laſſen; es ſeyen noch andere Mittelund Wege, durch welche ſie koͤnnen zu Ruhekommen, und zu ihrem Rechten gelangen, lautdes fuͤnffzigjaͤhrigen Friedens, ſo die Eidsge-noſſen mit dem Hauſe Oeſterreich haͤtten. DerKrieg ſey das aͤuſſerſte Mittel ſich ſelbſt Rechtzu ſchaffen, und ehe man zu demſelben ſchreite,muͤſſe man zuvor alles verſuchen. Weil aberdie von Zuͤrich auf ihrem Vorſatz beharreten,kam es zu einer Eidsgenoͤſſiſchen Tagſatzung,auf welcher die geſchwornen Buͤnde verhoͤret,auch der fuͤnffzigjaͤhrige Friedens⸗Brieff ab-geleſen, und ward daruͤber erkennet, daß bey ſo be-wandten Dingen die uͤbrigen Eidsgenoſſen nicht

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