Fuͤnfften Theils ſechstes Buch. 173
wie ſie ohngeachtet ihres Eids und einer ſol—chen groſſen Gutthat ſich in einen neuen Bundmit der Herrſchafft Oeſterreich eingelaſſen, auswelchem gegenwaͤrtiger Krieg entſprungen,auch des Rechtens ihnen niemahls geſtehen wol-len. Sie erbieten ſich zwar vielen Rechtens auffremde; allein die Eidsgenoſſen koͤnnen ein ſol-ches Recht nicht annehmen, weil ſolches widerihren Eid lauffe, krafft deſſen ſie ſchweeren nachEidsgenoͤſſiſchen Rechten ihre Mißhelligkeitenabzuthun. Die Zuͤricher geben fehrners vor,ſie haben ſich die Freyheit ausgenommen, ſichzu verbinden ins kuͤnfftige, mit wem ſie wolten,doch mit Vorbehalt der aͤltern Buͤnde, wel-ches ſie auch gethan, und in dem Bund mitdem Hauß Oeſterreich den Eidsgenoͤſſiſchen vor-geſetzet. Sie haͤtten ſich aber mit der Herrſchafft nicht verbinden ſollen, ſo lang dieſelbigemit der Eidsgenoſſenſchafft noch nicht vertragengeweſen. Zu dem ſo haben ſie den Craiß desneuen Buͤndniſſes nicht weiters ausgedaͤhnet, alsdie Eidsgenoſſenſchafft gehet; welches ein hei-teres Beweißthum, daß ſolches wider die Eids-genoſſen ſelbſt angeſehen. Die Zuͤricher ſtreuenauch aus, daß die Eidsgenoſſen das Heil. Sa-crament, wie auch Kirchen und Cloͤſter, Prie—ſter und Frauen mißhandeln, welches ſich inEwigkeit nicht erfinden werde; ſintenmahl ſieeinen geſchwornen Brief hieruͤber haben, wienemlich ſie in einem Kriegs-Zug ſich i
ſollen,