Fuͤnfften Theils ſiebendes Buch. 187
ihnen an Geſchoß gebrochen, die Pfeile ausihren Wunden gezogen, und darmit ihre Fein-de verletzet. Sie waren noch in dem Tode foͤrcht-barlich, und hatten noch die Standhafftigkeitund Wuth in ihrem Geſichte eingepraͤget. Eineintziges Beyſpiel wird uns zeigen, was fuͤr ei—nen Sinn die damahls erblaßten Eidsgenoſſenbiß in den Tod gehabt. Burckhard Moͤnchvon Lands⸗Cron, der die Frantzoſen auf deut-ſchen Boden heraus gefuͤhret, ritt nach derSchlacht mit offenem Helm auf der Wahlſtadtherum, erfreuete ſich ob der EidsgenoſſenNiederlage, und ruffte aus: Heute badenwir in Roſen. Dieſe Worte verdroſſen ei-nen auf der Wahlſtatt liegenden und mit demTode ringenden Eidsgenoſſen ſolchergeſtalt,daß er alle ſeine Kraͤffte zuſammen geraffet, ſichauf die Knie gerichtet, einen Stein ergriffen,den Großſprecher ſo richtig an den Kopff unddie Schlaͤffe damit getroffen, daß er ohn—maͤchtig vom Pferd geſuncken, und drey Ta—ge hernach ſprachloß ſeinen Geiſt aufgegeben.So mußte der, der die Walonen heraus be—gleitet, und den Eidsgenoſſen uͤber die Hau—be gefuͤhret, dieſe in den Tod begleiten, und voneinem ſterbenden Eidsgenoſſen mit in den Todgeriſſen werden. Mit was fuͤr Großmuͤthig-keit die ubrigen Eidsgenoſſen den Verluſt ihrerlieben Bruͤder aufgenommen, und wie ſehr ſieihren Heldenmuth belobet, und die Aufopffe—
rung