Fuͤnfften Theils ſiebendes Buch. 189
hen muͤſſen, daß haͤrteres Volck ihm ſein Leb-tag niemahls vorgekommen, und daß es um ihnwuͤrde gethan ſeyn, wann er noch einmahl alſoſiegen ſolte. Daher er mit keinen Vorſtellun-gen hat koͤnnen beredet werden, tieffer in Hel-vetien einzudringen; ſintenmahl, da ein ſo klei—ner Hauffen bey Eintritt deſſelbigen ihn auſolche Weiſe empfangen, er ſich leicht die Rechnung machen konnte, wie es ihm ergehen wuͤr-de, wann die Eidsgenoſſen mit aller Macht aufihn wuͤrden loß gehen. Alſo haben die bey St ·Jacob erſchlagenen Helvetier durch ihren Todihr Vaterland gerettet, und durch den Dammihrer erblaßten Leiber dieſe brauſende Kriegs-Fluth von den Eidsgenoͤſſiſchen Graͤntzen abge-wieſen, und derſelbigen einen andern Rungegeben. Der Delphin zog ſich mehr als einUberwundener, als aber als ein Beſieger zuruck,und uͤberſchwemmte hierauf mit ſeinen Heer—ſchaaren das Sundgaͤu und Elſaß, that aller-orten auf deutſchem Boden ſo groſſen Scha-den, daß Kaiſer Friederich ſelbſt, der ihn zurHuͤlffe wider die Eidsgenoſſen heraus beruffen,im folgenden September einen Reichs⸗Tag aufAugsburg ausſchreiben, und das gantze Reichwider ihn zur Huͤlffe aufmahnen mußte. Dochhat er dieſe fremden Gaͤſte nicht verhindern koͤn-nen, ihr Winter⸗Lager auf deutſchem Grundzu ſchlagen, und alles jaͤmmerlich zu verheeren,biß ſie in folgendem Fruͤhjahr, nach 1ers