Fuͤnfften Theils ſiebendes Buch. 207
St. Lucien des 1447ſten Jahrs. Hierauf wur-de Heinrich von Bubenberg, Ritter und Schuld-heiß zu Bern, zum Obmann erwehlet, dieſergab nach langen Unterhandlungen den endlichenAusſpruch dahin, den dreyzehenden Juli 1450.Es ſolle der Oeſterreichiſche Bund todt und ab-ſeyn, und die von Zuͤrich mit den alten Eids-genoͤßiſchen Buͤnden ſich begnuͤgen. Die indieſem Krieg eroberte Lande und Leute ihren al-ten Herren wiederum abgetreten werden, dieDinghoͤfe zu Pfeffickon und Wollrau ausge-nommen, welche denen von Zuͤrich entriſſenworden: die Zuͤrcher ſowohl als die vonSchweitz und Glaris ein gemein Burg-undLand-Recht mit den Toggenburgiſchen Unter-thanen haben, welches aber die erſtern nichtannehmen wollen, ſondern ſolches den letzternlediglich uͤberlaſſen: endlich ſolle jegliche Par-they ihre Kriegs⸗Koͤſten an ſich ſelbſt haben.Diß war der Ausgang des langwierigen undlands verderblichen Zuͤricher-Kriegs, in wel-chem keine von den ſtreitenden Partheyen, wiein einheimiſchen Kriegen zu geſchehen pfleget,viel gewonnen hat. Die Eidsgenoſſen habenzwar endlich ihren Zweck erreichet, indem dievon Zuͤrich ihnen des Eidsgenöͤßiſchen Rechtensgeſtehen, und den mit Oeſterreich neugemach-ten Bund heraus geben muͤſſen, die Mittelaber zu dieſm Zweck zu gelangen, ſeynd ihnenſehr theuer zu ſtehen kommen. Die von 005.