Fuͤnfften Theils achtes Buch. 209
dens wegen wolte ſich Hertzog Ludewig vonSavoyen an Freyburg, als einer Oeſterreichi-ſchen Stadt, erhohlen; ließ zu dieſem Endealle der Freyburger Guͤter und Waaren, ſo ſiezu Geuff und anderswo in ſeinen Landen hat-ten, in Verhafft legen. Woruͤber die vonFreyburg ſich ſehr beſchwerten, und den Her-tzog vermahnten, weil ſie mit ihm in Vereini-gung ſtuͤhnden, ihnen das ihre abfolgen, undwas die Oeſterreicher gethan, ſie nicht entgel-ten zu laſſen. Die von Bern legten ſich indieſe Sache, und brachten es endlich ſo weit,daß der Hertzog die Verhafftung aufgehoben,und denen von Freyburg ihre Guͤter zukommenlaſſen; alleine der Widerwillen blieb doch aufbeyden Seiten. Als nun unterdeſſen der Kriegzwiſchen dem Hauß Oeſterreich hefftig ange-glommen, konnte die Stadt Freyburg, die aufder einen Seiten mit Bern verburgert, aufder andern aber unter der Herrſchafft von Oe-ſterreich ſtund, ſich nicht ſo wohl auffuͤhren,daß ſie nicht die eine oder andere Parthey vorden Kopff geſtoſſen haͤtte. Und weil ſie waͤh-rend dieſem Krieg etliche Beſatzungs-Knechtevon Wallis in ihre Stadt genommen, welchePfauenfedern, zum Zeichen, daß ſie Oeſterrei-chiſch geſinnet, auf ihre Huͤte geſteckt, vielBurger auch ein gleiches gethan ſo beduͤncktedie 7 1 805 7 57 2 5 ſich allzupartheyiſch fuͤr Oeſterrei auf. Als auch her-
IV. Theil. O nach