Band 
[Band 3.]
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Fuͤnfften Theils achtes Buch. 217

zu erkennen, weil er nun mit Liebe nichts aus-richten koͤnnen, gedacht er mit Liſt die Stadtin ſeine Gewalt zu bringen. Beſammeltedeßwegen aus Angeben des von Rechberg inaller Stille eine Anzahl Kriegs-Volck zu Se-ckingen, verkleidete etliche als Pilgere in graueRoͤcke, und ſetzte ſie auf drey Schiffe, die dor-ten in Bereitſchafft ſtunden, und mit Holtz be-laden waren, die andern aber verſteckte er unter das Holtz in den Schiffen. Aiſo kamen ſieden zwey und zwantzigſten Weinmonat des1448ſten Jahrs den Rhein herunter, und zuRheinfelden an, gleich zu der Zeit, da jeder-mann in der Kirche dem Gottesdienſt abwar-tete, das erſte Schiff laͤndete bey der Bruͤckean, die Schiffleute gaben vor, ſie fuͤhren etlichevon Einſiedeln kommende Pilgere, welche inder Stadt die Mittags⸗Mahlzeit einnehmen,und hernach wiederum abfahren wolten. Sobald nun dieſe verſtellte Wallfarter ans Landgeſtiegen, griffen ſie die Wacht an, und be-maͤchtigten ſich des einen Thors, din unterdeſ-ſen die zwey uͤbrige Schiffe auch hernach kamen, und den erſtern die Stadt voͤllig erobernhalffen. Die Buͤrger, die ſich zur Wehr ge-ſetzet, wurden an der Zahl vier und viertzig nie-dergeſtoſſen, der Rath gefangen geſetzet, mitWeibern und Toͤchtern groſſer Muthwille ge-trieben, die Stadt rein ausgepluͤndert, dieuͤbrigen Buͤrger mit Weiber und Kindern aus

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