224 Geeſchichte der Schweitzer.
gewohnt, ſich ſo leicht in eine voͤllige Freyheitnicht ſchicken koͤnnen, als berathſchlageten ſichdie von Freyburg, was fuͤr einen Schutzherrnſie nunmehro annehmen wolten. Die einenlenckten ſich auß Bern, die andern auf denHertzog von Savoyen. Behde hatten ſchonvoraus geſehen, was fuͤr einen Ausgang dasSpiel mit Freyburg gewinnen werde, daherſie, weil beyden an dieſer Stadt viel gelegen,einen Verglich mit einander getroffen, daß ſiedieſelbe gemeinſamlich in ihren Schutz aufneh-men, und kein Theil ohne den andern mit ihrhandeln ſolte, welchen Verglich aber derHertzog nicht gehalten hat. Dann weil derHertzog vermerckte, daß die Freyburger nichtzween Herren haben wolten, und daß ſie we—-gen den groſſen Kriegs-Koͤſten, die ſie ihmnoch ſchuldig, unter der Hoffnung der Erlaſ—ſung ſich mehr auf ſeine Seiten neigeten, nahmer ſie, ohne Vorwiſſen der Stadt Bern, mitVorbehalt ihrer Freyheiten, in ſeinen Schutzauf. Woruͤber die Berner ſo ſehr entruͤſtetworden, daß ſie den Hertzog mit oͤffentlichemKrieg bedrohet, denſelben auch uͤberzogen haͤt—ten, wann nicht uͤbrige Eidsgenoſſen darzwi-ſchen kommen waͤren, und die Sache dahinvermittelt haͤtten, daß der Hertzog denen vonBern, wegen nicht gehaltenen Vertrags,ooo. Guͤlden erlegen ſolte. Hierauf wurdedas Burgrecht zwiſchen Bern und FreyburgN 5 erneu-