18 Geſchichte der Schweitzer.
rern Orte Rath und Beguͤnſtigung. DieſerBund ſolle von fuͤnf zu fuͤnf Jahren von allenſo ſechszehen Jahr alt auf Ulrichs Tag beſchwo-ren werden. Auf gleichen Tag und um gleicherUrſachen willen ward auch die Stadt Schaf—hauſen in den Eidsgenoͤſſiſchen Bund aufgenom-men. Der Bunds⸗Brief iſt zu Lucern auf Lau-rentzen Tag geſtellet, und iſt nicht ſo weitlaͤuff-tig als der Baßler Bund. Schaffhauſen ver-ſpricht gleichfalls weder Krieg anzufangen nochneue Buͤndniſſen zu machen ohne der uͤbrigenEidsgenoſſen, oder der mehrern Orte Wiſſenund Willen. Das Recht gebraucht ſie, wie dievon Baſel durch geſetzte Schiedrichter zu Badenim Aergaͤu. Soll auch im Fall innerlicher Zwey-tracht ſich auf keine Seite ſchlagen, ſondern ſo gutals moͤglich den Frieden vermitteln helffen.Unterdeſſen bemuͤhete ſich Koͤnig Lude-wig mit allem Ernſt, ſich mit Kaiſer Maxi-milian auszuſoͤhnen; theils damit er ungehin-dert das Koͤnigreich Neapolis angreiffen, theilsaber die Belehnung uͤber das HertzogthumMayland vom Kaiſer erlangen moͤchte. Zudieſem Ende machte er ſich an Ertz- Hertzog Phi-lipp, Maximilians Sohn, den er wegen desGewerbs ſo ſeine Niederlaͤndiſchen Unterthanenmit den Frantzoſen trieben, zum Frieden ge-neigt wußte. Both ihm ſeine aͤlteſte Toch-ter Claudia fuͤr ſeinen Sohn Carol, welchebeyde dazumahl noch unmuͤndig waren 555 em