Achten Theils zweytes Buch. Jr
keit noch groͤſſere Ruhe. Gleich zu Anfangdeſſelben ward zu Baden uͤber die alldorten ge—haltene Diſputation unter den zwoͤlff Orten be—rathſchlaget, ob man dieſelbe in Druck ſoltelaſſen ausgehen. In der Sache ſelbſt warenalle Orte einſtimmig, in der Weiſe aber, wieſolches geſchehen ſolte, zweyſvaͤltig. ZehenOrte wolten, daß man ſich oͤffentlich zu einerParthey ſchlagen, und die Diſputatlon mitVor ⸗und Nachrede begleiten, Bern und VBa—ſel aber, daß man ſich unpartheyiſch erzeigen,und niemanden weder Recht noch Unrecht ge—ben ſolte. Mit was Grund aber dieſe zweyOrte ſich dem Beyſatz widerſetzet, kan aus demBeſchluß der Nachrede leichtlch abgenommenwerden, in welcher ſich etliche Orte alſo er—klaͤren: Dieweilen Zwingli, der rechte Haupt—ſaͤcher der verfuͤhriſchen Lehr in der Eidsgenoſ-ſenſchafft, auf vielfaͤltiges Erbieten ſich nicht ein-finden wollen, ſeines Glaubens Rechnung zugeben, diejenige Predicanten aber, ſo es mitZwingli halten, und zu Baden diſputiret, ſichnicht weiſen laſſen wollen, ſollen ſie alle ohneweitere Erklaͤrung in ſchweren Bann fallen,von gemeiner Kirchen ausgeſchloſſen, und fuͤrvon derſelben Verdammte angeſehen werden.Hergegen weil ihr der Roͤmiſchgeſinnten Or-te) Glauben von viel hundert Jahren daher ge-waͤhret, und ihre Vor-⸗Eltern darinn Chriſtlichgelebt, und ſelig abgeſtorben, haben ſie ſich