Band 
[Band 4.]
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78 Geſchichte der Schweitzer.

Orten Anlaß geben moͤchte, ihre Drohungenzu erfüllen, ſchickte die Obrigkeit ihre Send-Bothen im gantzen Land herum, eroͤffnete ih—ren Angehoͤrigen durch dieſelben ihren Willen,und ließ in allen Gemeinden durch das Mehraller Mannsperſonen, ſo uͤber vierzehen Jahralt geweſen, ihre Meinung an den Tag geben, obſie bey dem erſten oder bey dem letzten Mandatverbleiben wolten. Nachdem nun die Ant—wort von den Unterthanen eingelanget, daßdie meiſten fuͤr das erſte, wenige aber für dasletztere Mandat geweſen, hat die ObrigkeitMontags vor Auffahrt ein friſches ausgehenlaſſen, in welchem ſie vermeldet, daß ſint Ver-kündigung des letzten Mandats, deſſen Artickelvon andern Laͤndern hergekommen, und ver-wichene Pfingſten eidlich bekraͤfftiget worden,die Religions- Streitigkeiten mehr zu- als ab-genommen, auch die Artickel dieſes Mandatswider einander ſtreiten, ja etliche gar demWort Gottes zuwider ſen als ſey ſie be-nöthiget worden, das erſte Mandat, welchesnur Gottes Wort rein und lauter zu predigenbefiehlt, wiederum hervor zu nehmen; undweil der groͤſte Theil ihrer Angehoͤrigen zuStadt und Land ſolches dem letztern vorgezogen,als uͤberſchicken ſie ihnen daſſelbe nochmahlenund bekraͤfftigen es mit ihrem Stadt- Inſie-gel ꝛc. Wollen auch, daß alle Predicantenungehindert das Wort Gottes predigen. 1 725olle