Band 
[Band 4.]
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60 Geſchichte der Schweitzer.

geſehen, kan man aus einem Brieff den Berch-told Haller den vierdten November an Zwinglius geſchrieben, abnehmen, er ſagt, die Un-terthanen aus dem Emmenthal, nemlich vonLangnau und Rudersweil ſeyen fuͤr Rath gekeh-ret, haben die Meſſe aufgegeben, und ihre Her-ren gebethen, ſie wollen ihnen ihre Pfarrerunvertrieben laſſen, dann ſie erbieten ſich mitHeil. Schrifft zu erweiſen, daß die Meſſe eineGottslaͤſterung ſey. Der kleine Rath hatihnen erlaubt die Pfarrer und Kirchgenoſſen oh-ne Meſſe zu gedulden biß auf weitern Beſcheid.Die von Norbach ſeyen ſchon laͤngſten desvon Bollingen ſamt ſeinen Angehoͤrigen, auchein Capellan zu Bern neulich von der Meſſe ab-geſtanden. Hierauf haben die Geſellſchafften,die zum Theil Pfrunden und Altaͤre haben, indem Stift und den Kloͤſtern, ihre Meſſen, Jahr-Tage, Patrocinia, und Pfeupden abgeſtellt,nemlich die zun Schuhmachern, 2 Webern, Kauf-leuthen, Pfiſtern, Steinhauern, Zimmerleuten ꝛc.in Hoffnung, die Gerber, Schmiede undSchneider werden in kurtzem folgen. Hieraufhabe der kleine Rath ſich entſchloſſen, acht Tagenach Martinus mit den Buͤrgern ſich uͤber die-ſe Sache zu berathen, ein treues Einſehen zuthun, oder eine Diſputation anzuſetzen. Die-ſem Schl gemaͤß haben den ſiebenzehendenNovember Naͤthe und Burger gutbefunden, zuEingang folgenden Jahrs eine gemeine Diſpu-tation