62 Geſchichte der Schweitzer.
Das dritte Buch.e nun Bern augenſcheinlich gegen
der Reformation ſich neigte, ſtunden
andere Eidsgenoͤßiſche Orte noch imZweiffel auf welche Seite ſie ſich lencken wol—ten. Zu Baſel war ein groſſer Streit wegender Meſſe, indem die einen daß ſie goͤttlich, dieandern aber abgoͤttiſch und in GOttes Wortnicht gegruͤndet, behaupten wollen. Weil nundurch dieſen Streit, wie die Obrigkeit in ih—rem den ſechszehenden Meyen ausgegangenemMandat redet, das gemeine Volck mit Zwei-fel beſchwert werde, und nicht wiſſe was esglauben ſolle, auch gar deßwegen Aufruhrenzu beſorgen, als ſollen beyde Partheyen innerMonatsfriſt ihre Gruͤnde fuͤr und wider dieMeſſe ſchrifftlich eingeben, waͤhrender Zeit aberdie Meſſe weder loben noch ſchelten, ſondern dieObrigkeit handeln laſſen. Kurtz darauf hatdieſelbe unterm acht und zwantzigſten Meyenein bedenckliches Mandat der Feyertage we-gen ausgehen laſſen, in welchem ſie vermeldet,daß dieſelben von GOtt nicht gebothen, ſonderndem armen Mann, der ſich mit der Hand⸗Ar-beit nehren muß, zur Beſchwerde aufgeſetzet,auch an ſolchen mehr als an Wercktagen, alleſundliche und aͤrgerliche Uppigkeit veruͤbet, 5
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