Band 
[Band 4.]
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Achten Theils fuͤnfftes Buch. 129

Zurzach mit den Kirchen-Guͤtern nicht nach ihrem Ge fallen umgehen, ſondern darum denacht alten Orten Rechnung tragen.

Diß gantze Jahr hindurch iſt Solothurnin groſſer Religions⸗Zweytracht„und nichtminderer Gefahr, daß die Buͤrger einandeſelbſt aufreiben wurden, geſtanden; die Buͤr—ger haben ſich nicht nur einmahl gegen einan—der bewaffnet, und hatten die Raths⸗Ge-ſandte, ſonderlich von Bern, wie auch von

aſel, Freyburg und Biel genug zu thun,ein grauſames Blutbad zu verhuͤten. Zu An-fang des Jahrs hatten die der Reformationgeneigte an Bern, Berchtold Haller begehret,um ihnen das Wort Gottes zu predigen,welcher ihnen auch uͤberlaſſen worden. In-dem er nun bereits unterſchiedliche Predigtengethan, gieng ein Geruͤcht aus„ der guteSt. Urſus habe hefftig geſchwitzet, weil nundie aberglaͤubiſchen Leute dieſe Angſt, in wel-che St. Urſus gerathen, dem Predicantenvon Bern zugeſchrieben, als iſt er deßwegenin Leib⸗ und Lebens⸗Gefahr gerathen, und hatwiederum auf Bern zuruck kehren muͤſſen, dochhat man ſich endlich durch Vermittlung obge-dachter Staͤdte Geſandten dahin verglichen, daßdie Roͤmiſch⸗Catholiſche St. Urſen, die Evan-geliſche die Varfuͤſſer, Kirche innhaben ſolten.In dieſem Zuſtand ſollen die Sachen verblei-ben, biß auf St. Martini eine oͤffentliche Di-

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