Achten Theils fuͤnftes Buch. 1 31
wir droben bey dem 1yrgten Jahr verdeutet,beygeleget, ſo konnte ſie doch nicht zu Ruhekommen, weil der Hertzog, ſo lange er lebte,die Begierde ſie zu unterjochen niemahl erloͤſchen laſſen. Die Gefahr wurde zwar um et-was vermindert, da ihr Biſchoff Johannes ausdem Hauſe von Savoyen An. 1522. Todesverblichen; allein zu ſeinem Nachfolger Peterde la Beaume hatten ſie ſich wegen ſeiner Wan-kelmuͤthigkeit keines beſſern zu verſehen. Dasaͤrgſte war, daß die Stadt ſelbſt in zwey Rot-ten zertheilt, von welchen die eine dem Hertzo-gen, die andere aber der Freyheit anhiengen.Dieſe wurden von jenen Eidgnot/ von welchenman das Wort Huguenot herfuͤhren will; jeneaber von dieſen Mamelucken genennet. Weilnun die Buͤrgerſchafft unter ſich ſelbſt zweyſpaͤl.tig, der neue Biſchoff den Wolluͤſten ergeben,die junge Mannſchafft durch den Muͤſſigganggantz weich gemacht, der Kaiſer und der Koͤnig inFranckreich in Italien gegen einander in Waf-fen ſtunden, gedachte der Hertzog ſich dieſer vor-theilhafftigen Umſtaͤnde zu bedienen, und zuſeinem ſo lange gewuͤnſchten Zweck zu gelangen,und Genf fuͤr eins und allemahl unter ſeine Both-maͤſſigkeit zu zwingen. Nachdem er nun denBiſchoff, unter dem Schein dem Kaiſer zu dieBen, in Piemont geſendet, that er den erſtenVerſuch, und brachte auf die Bahn, ob dieAppellation von dem Vidome, welche biß her
J 2 vor