146 Geſchichte der Schweltzer.
geweſen. Zu dieſen zuſammenverſchwornenEdelleuten geſelleten ſich nicht nur die Bandi-ten von Genf, ſondern auch etliche mißver-gnügte Thumherren, hernach der Biſchoff,und endlich der Hertzog ſebbſt. Zum Bunds-Hauptmann ward anfaͤnglich erwehlet Fran-ciſcus von Pontverre, Herr von Terny, eindapfferer und unerſchrockener Kriegsmann.Die Verbitterung zwiſchen beyden Par-theyen nahm von Tag zu Tage zu, ſonderlichda den ꝛuſten Februarius 1728. nach vielfaͤltigvergeblicher Ladung die Banditen an der Zahlvier und viertzig von den Syndies der StadtGenf zum Tode verurtheilet, und ihre Guͤterder Obrigkeit heimgefallen zu ſeyn erklaͤret wor-den, die Banditen aber es dahin gebracht,daß der Ertz⸗Biſchoff von Vienne die vonGenf in Bann gethan hat. Hierzu ſchlugnoch, daß der von Pontverre, Bunds⸗Haupt-mann, zu Anfang des 129 ſten Jahrs zu Genferſtochen ward. Dieſer, als er zu Ausgangdes vorhergehenden Jahrs mit einigen Freun-den auf eine Bunds⸗ Verſammlung nachNeus durch Genf geritten, die Pforte derStadt noch beſchloſſen gefunden, und bey Auf-ſchlieſſung derſelben den Pfoͤrtner nicht nur mitSchlaͤgen mißhandelt, ſondern ſich noch dazubedrohlich verlauten laſſen, es werde bald dieZeit kommen, daß man Genf ihre Pfortenniederlegen, und wie ſchon ehemahls geſcheddn,uͤber