1534) Achten Th. eilfftes B. 293
auf Genf, welche vor allen dreyen Rathen fol-genden Vortrag zu thun hatte; Es hattenzwar ihre Herren und Obern wohl erwuͤnſchet,daß das Burgrecht mit Genf, welches ſie ſoviel Muͤhe und Geld gekoſtet, ewig haͤtte be-ſtehen moͤgen, daß man aber ſolches nichtſortſetzen koͤnne, ſey der Genfer Auffuͤhrungdie Schuld. Dann ungeachtet ihre Herrenvon Freyburg, welche fuͤr der Stadt GenfFreyheit ihr Leib und Gut ſo willig dargeſtreckt,ſie zum oͤfftern theils ſchrifftlich, theils aberdurch Geſandte gebethen, daß ſie die Lutheri-ſche Lehre in ihre Stadt nicht wolten einſchlei-chen laſſen, ſie auch verſprochen, bey dem al-ten Glauben beſtaͤndig zu verharren, ſo habenſie doch ihr Wort nicht gehalten. Farel pre-dige oͤffentlich bey Laͤutung der Glocken. DieStadt achte ihres Biſchoffs nichts mehr, derdoch ihr Fuͤrſt und Herr ſey, greiffe ihm inſeine Rechte, und beraube ihn aller ſeiner Ge-walt. Zogen zugleich eine weitlaͤuffige Geſchrifthervor, in welcher alle des Biſchoffs Klagenenthalten; endlich machten ſie dieſen Schluß,daß weil ſie von Genf den Bund zu erſt gebro-chen, weil ſie wider einen von den vornehm-ſten Artickeln, nemlich daß man den Biſchoffbey allen ſeinen Rechten und Gewalt ſoltebleiben laſſen, gehandelt, als finden ihre Her-ren und Obern ſich, ſolchen ferners zu halten,
auch nicht mehr verpflichtet, derowegen ſie ih-2 nen