1544) Neundten Th. fuͤnfftes B. 139
VBoutieres den jungen Hertzog von Enguieneinen dapfermuͤthigen Printzen zum obriſten Feld-Herren verordnet, gieng dieſer aus Ruhmbe—gierde gleich bey anbrechendem Fruͤhling zu Feld,und belagerte den feſten Platz Carignan. DerKaiſerliche Statthalter aber, dem an dieſemPlatz ſehr viel gelegen, raffete, um denſelbigenzu entſchuͤtten, alle ſeine Voͤlcker zuſammen.Beyde Kriegs-Obriſte hatten den Entſchluß ge-faſſet eine Schlacht zu wagen, welche die Er—haltung oder Verluſt des belagerten Orts nachſich ziehen ſolte. Mit dieſem Entſchluß rucktenbeyde Heere einander entgegen, und ſtieſſenMontags nach Oſtern, war der vierzehendeApril, des Morgens fruͤh bey Ceriſole auf ein—ander. Die Kaiſerliche Vorhut in ſiebentau-ſend Mann beſtehend, fuͤhrte der Printz vonSalerno; der Schlacht-Hauffen, auſ welchender Marggraf ſeine beſte Hoffnung ſetzte, be-ſtund aus neuntauſend Spaniern und Lands-Knechten; der Obriſte uͤber die Reuterey warder Printz von Sulmona. Der Hertzog vonEnguien aber hatte in dem Schlacht⸗Hauffendie alten verſuchten Gaſconier mit zwey Reuter-Fluͤgeln bedecket, geſtellet; Zur Rechten hiel-ten bey viertauſend Eidsgenoſſen, von einem Ge-ſchwader leichter Pferde unterſtuͤtzet; zur lin-ken des Grafen von Gryers Kriegsknechte mitvielen Frantzoſen vermiſchet. Das Vorſpielder Schlacht geſchahe des Morgens fruͤh mit
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