1567) Zehenden Th. fuͤnftes B. 113
Das fuͤnffte Buch.
SS waren die Reformirten in Franck-reich weit ſcharffſichtiger als die Eids-genoſſen, indem ſie alſobald vermercket,
daß obbemeldete 6000. Mann nicht die Graͤn-zen wider die Spanier zu beſchuͤtzen, ſonderndie ſo genennten Huguenotten auszurotten, inFranckreich gefuͤhret wuͤrden; Von der Zeit an,da die alte Koͤnigin mit dem Hertzog von Albazu Bayonne ſich beſprochen, hatten die Refor-mirten keine Sicherheit, ſie wurden allerortenverfolget, ihrer Freyheiten beraubet, an etli-chen Orten, wo ſie die ſtaͤrckern waren, dieMauren eingeriſſen, an andern ihnen Schloͤſ—ſer und Citadellen auf die Hauben geſetzet, ſodaß ſie bereits die Waffen zum zweyten mahl er-greiffen wollen, wann der Printz von Condeund der Admiral ſie nicht daran verhindert, undihnen vorgeſtellet haͤtten, daß durch einen zwey-ten Krieg ſie nicht nur ein Scheuſal von gantzFranckreich werden, ſondern ſich auch den un-ausloͤſchlichen Haß des Koͤnigs uͤber den Halsziehen wuͤrden; nachdem aber dieſe beyde durcheine ſichere Hand von Hof aus vernommen, daßman dem Printzen ein ewiges Gefaͤngniß„demAdmiralen aber eine ſchwartze Blut⸗Buͤhne zu-bereitete, entſchloſſen ſie ſich die Waffen zu er-
[X. Theil.] greif-