1610) Zwoͤlften Th. neundtes B. 241
Gluͤckes geweſen/ indem daſſelbe ihm balddes Henckers Schwert/ und der VerraͤtherMord⸗Meſſer, bald aber Eronen und Scep-ter gezeiget, und er alſo zu allen menſchlichenZufaͤllen, durch eigene Erfahrung, abgehaͤrtetward. Seine groͤſte Schwachheit iſt das ge-meine Laſter groſſer Helden, namlich die allzu-groſſe Weiber⸗Liebe geweſen; hingegen habendie zwey koͤniglichen Tugenden Tapferkeit undGuͤte in ſeinem gantzen Lebens⸗Lauff ſo herr-lich bey ihm hervorgeleuchtet, daß man imZweiffel ſtehen muß, ob er durch ſiegenoder verzeihen ſeinen Thron mehr befeſti-get, und ſeinen Ruhm ausgebreitet habe.Von ſeinem groſſen Vorhaben werdenWunderdinge erzehlet; wie daß er nicht nurim Sinn gehabt, nicht nur die allzugroſſeMacht des Oeſterreichiſchen Hauſes zube-ſchneiden, ſondern die Chriſtlichen Standein eine Gleichheit zu ſetzen, aus der ganzenChriſtenheit ein einziges gemeines Weſenzu machen, hernach den allgemeinen Chri-ſten⸗Feind mit gemeinſamer Macht anzu-greiffen/ und uͤber einen Hauffen zu werffen,welches alles/ wann es ſchon in der Thatnicht geweſen, dennoch eine Anzeigung iſt,daß man ſeinen Geiſt und Muth groß ge-nug geachtet, dergleichen wunderbare undauſſerordentliche Anſchlaͤge nicht nur in Kopfzu faſſen, ſondern auch auszufuͤhren. Wie
LXII. Theil.) Q nun