1610) Zwoͤlften Th. neundtes B. 243
Begebenheit: Es hatte auf bemeldeten TagHans Egli aus dem hintern Greut, in derPfarr Gachnang, welches in die Grafſchafft
Thurgau gehoͤret, unterſchiedliche Gaͤſte,
und unter andern etliche aus der Grafſchafft
Kyburg, auf ſein Vermaͤhlungs⸗Feſt/ an
welchem ſich auch Hector von Beroldingenvon Uri, der eine ſonderbare Herrſchafft all-dorten hatte, ſamt ſeinem Sohn befunden,eingeladen. Als nun die vom Wein erhitzeteGaͤſte auf den Gerichts-Herren, wie verlau-ten wollen, geſtichelt, iſt daruͤber ein ſolchesUnweſen entſtanden, daß die von Weinund Zorn raſenden Leute nicht nur den vonBeroldingen uͤbel verwundet, ſondern auchnachdem man Sturm gelaͤutet, ſein Hausdurchſtuͤrmet; in demſelben, wie auch in ſei-ner Capellen alles zerſchlagen und verderbet;auch des Landvogts Stadthalter, der ſiezum Frieden vermahnen wollte, mit Steinenverletzet. Dieſes vorgegangene Unweſenberichteten die von Zuͤrich alſobald ihremit⸗ regierenden Orte im Thurgaͤu und warddeßwegen von denſelben die Sache zu unter-ſuchen, eine Zuſammenkunfft zu Frauenfeldangeſtellet, allwo die von Zuͤrich die Sachein der Guͤte beylegen wollten; uͤbrige Orteaber ein ſcharffes Recht wollten ergehen laſ-ſen. Und weilen man dieſes Unweſen fuͤreinen Religions⸗Streit wollte ausgeben,
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