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[Band 6.]
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246 Geſch. der Schweitzer(1610

Appenzell, dem Ausſpruch ſo uͤber die Fehl-baren ergehen ſollte, nicht ſollten beywohnen.Endlich brachte man es doch dahin, dadie im Fehler ſich befindende, auf Montagden zweyten Julius auf Baden ſollten vor-geladen, und die ſo nicht erſcheinen wuͤr-den, als Contumagees und das Recht ver-weigerende angeſehen und geſtrafft werden.Hingegen aber wollten die von Zuͤrich dieaus der Grafſchafft Kyburg und andere ihreAngehoͤrigen, ſo den Fehler begangen, nichtan dem Ort, da derſelbe geſchehen, abſtraffen laſſen. Endlich iſt dieſes Mittelerfunden worden: Es ſollten etliche von denOrten Zuͤrich, Lucern, Schweitz und Glaris, ſo wohl auf Winterthur, als Frauen-feld reiſen, und den Fehlbaren, ſo wohlin der Grafſchafft Kyburg als auch in demThurgaͤu, nach Beſchaffenheit der SachenGeld-Buſſen auflegen, welches auch mitſolcher Gelindigkeit geſchehen, daß die meiſtenungeſtrafft davon gekommen, und nur dieUnruͤhigeſten mit geringen Geld-Buſſen be-leget worden. Nun war es noch um denuͤber dieſen Handel ergangenen Koſten zuthun. Bey dieſem legten ſich die unpar-theyiſchen Orte Bern, Baſel, Freyburg, So-lothurn und Schafhauſen ſo kraͤfftig in dasMittel, daß derſelbe endlich auf der Jahr-Rechnung des folgenden 161 ften Jahrs 9mil-