1630) Fuͤnfzehenden Th. II. B. 29
Das zweyte Buch.
e zu Anfang des 1630ſten Jahrs ent-8 W ſtuhnd zwiſchen dem Abt von SantGalen und der Stadt Zuͤrich ein neuerStreit von gleicher Natur wie der obige. Eshatten nemlich zwey Perſonen, die einanderim andern und dritten Grad der Schwaͤger-ſchafft, und noch zwey andere, die im dritten undvierdten Grad der Bluts-Freundſchafft ver-wandt, alle aber zu Altſtetten im obern Rhein-thal in des Abts niedern Gerichten, unter derhoͤchſten Lands⸗ Herrlichkeit aber der ſieben al-ten Orte und des Lands Appenzell geſeſſen,ſich in eheliche Verbindung eingelaſſen, welcheEhen aber, als den geiſtlichen Rechten zuwi-der, der Abt nicht geſtatten wollte. Die Par-theyen hingegen giengen der Gewohnheit nachvor das Ehe⸗Gericht zu Zuͤrich, und erhieltendurch Beyſtand ihres Evangeliſchen Pfarrers,der ein Burger von Zuͤrich geweſen, die Er-laubniß, daß ſie ſich ehelich mit einander koͤnn-ten trauen laſſen. Der Abt aber ſuchte ſowohl bey dem Landvogt im Rheinthal, der vonſeiner Religion geweſen, als auch bey den fuͤnfCatholiſchen Orten einen Rucken, und erhieltvon dieſen letztern einen Befehl an den Land—-vogt, daß er bemeldeten Partheyen die 9
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