1644) Siebenzehenden Th. I. B. 3
Feinden uneingeſchraͤncket Brodt und alles, wasſie nur verlangen, zukommen laſſen, entſchul-digten ſich dieſelben ſehr weitlaͤufftig, und kla-geten hingegen, daß ungeachtet des verſtrichenenJahrs von den Eidsgenoſſen an den Kaiſer ab-gelaſſenen Schreibens ihre Buͤrger und Ange-hoͤrige noch immer vor dem Cammer- Gerichtzu Speyer beunruhiget, und alldorten zu er-ſcheinen vorgeladen werden. Woruͤber dieEidsgenoſſen erkennet, daß man nochmahls anden Kaiſer, wie auch an das Cammer-Ge-richt, den Eidsgenoͤßiſchen Angehoͤrigen mitdergleichen Vorladungen zu verſchonen, ſchrei—ben ſolle.
Obwohl die Streitigkeit zwiſchen derLandſchafft Davos und den ſechs uͤbrigen Hoch-Gerichten des Brettigaͤus zu Anfang des lauf-fenden Jahrs, wie gemeldet, gluͤcklich beyge,leget worden, ſo walteten doch noch unterſchied,liche Schwierigkeiten in geiſtlichen und weltli-chen Dingen, welche Anlaß zu neuen Unru—hen geben konnten. Solche nun zu heben, ha-ben Raͤthe und Gemeinde bepder Religionenvon allen dreyen Buͤnden Zuſammenkuͤnfftenanzuſtellen, und wann ſie nicht ſolten mit einanderuͤberein kommen, die Eidsgenoſſen in dem Ge-ſchaͤfft handeln zu laſſen gut gefunden. Nachdemnun durch etliche Unterredungen die Gemuͤtheraus allzu groſſem Eifer, wie oͤffters geſchicht,ſich mehr entfernet als genaͤhert, eine Eidsge-
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