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[Band 9.]
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38 Geſch. der Schweitzer(16475

liche anzukehren, damit dieſe gefaͤhrliche Miß-helligkeiten dermahleins mochten gehoben wer-den. Zu dieſem Ende, da die unpartheyſchenOrte vernommen, daß die ſtreitende Partheyenſich noch nicht vereinbahret/ und daß die freund-liche Zuſammenkunfft nicht ſtatt gehabt„ tra-ten ſie insbeſondere zuſammen, dieſes Thurgaͤui-ſche Streit⸗Geſchaͤfft mit einander zu uͤberlegen.Nach reiffer Berathſchlagung befanden ſie fuͤrgut die Partheyen nicht gegen einander zu verhö'ren, noch diſputiren zu laſſen, weil ſolches dieGemuͤther nur noch mehr erhitzen moͤchte, ſon-dern ſie lediglich zu fragen: Ob ſie guͤtlich inder Sache wolten handeln laſſen, doch mit offe—ner Hand, auch ſie ernſtlich zu vermahnen, daßſie die guͤtliche Handlung, welche den Eidsge-noſſen ſchon zum oͤfftern ſo wohl erſchoſſen, nichtausſchlagen wolten. Dieſem Entſchluß gemaͤßeroͤffnete die allgemeine Verſammlung HerrFrantz Ludwig von Erlach„ Schuldheiß zuBern, und Freyherr zu Spietz, mit einer zier-lichen Rede, welche eintzig und allein auf dieWiederherſtellung des alten EidsgenoͤßiſchenVertrauens, Fried und Einigkeit, und Auf-hebung alles Mißtrauens und Zweytracht ab-zweckete. Auf dieſes hin wurden beyde ſtreiten-de Partheyen befraget, ob ſie in der Guͤtehandeln laſſen, und die Sache, doch mit offe—ner Hand, den unpartheyſchen Orten anver-trauen wolten, wurden auch von allen 1 75

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