52 Geſch. der Schweitzer(1645
ſein Begehren, daß nemlich die BuͤndneriſchenPaͤſſe mit gemaͤſſen Bedingen und genugſamerVerſicherung der Republick ſolten offen ſtehen.Dieſe Bedinge nun aufzuſetzen wurden etlicheBuͤndneriſche Herren verordnet, welche end-lich mit dem Herrn Reſidenten auf folgendenFuß uͤberein gekommen. Erſtlich, ſolle derfreye Paß gegeben werden durch alle Lande ge-meiner dreyen Buͤnde und dero Unterthanen,fuͤr alle die Kriegs, Knechte zu Pferd und zuJuß, die ſich in Dienſti der DurchleuchtigſtenHerrſchafft begeben. Jedoch daß dieſe Kriegs-Leute nicht ſollen gebraucht werden wider je-mand der mit den Buͤnden im Bund oder Frie-den ſtehe, auch nicht wider andere ChriſtlicheFuͤrſten oder Staͤnde. Zweytens, daß dieſefreye Paß⸗Eroͤffnung ſo lange als der Tuͤrcken-Krieg waͤhren ſolle, und nicht laͤnger. Drit-tens, das Fupßvolck ſolle durch dieſe Lande ziehennur mit ihren Seitenwehren, und fuͤnfzig aufeinmahl, die Reuter aber ſollen ihre Feuer-Schloſſe eingepacket mitfuͤhren, und fuͤnf undzwantzig eines Tags durchpaßfren. Dero An-kunfft ſolle man allezeit zuvor berichten, dieVoͤlcker durch unterſchiedliche Orte zu mehre-rer Kundſchafft durchgehen zu laſſen, und ſolledas Fußvolck von der Reuterey abgeſoͤndertſeyn. Vierdtens, die Kriegs Knechte zu Pferdund zu Fuß ſollen bezahlen alle aufgeſetzte Zoͤlleund ihre Nahrung. Mit Raub und 1 5ollen