288 Geſch. der Schweitzer.(1652
dinals⸗Hut bekommen, in das Schloß zu Vin-cennes gefangen geſetzt, der Herzog von Lothrin-gen etliche Jahr hernach, wegen ſeines Wan-kelmuths von den Spaniern zu Bruͤſſel in Ver-hafft genommen, und gleichfalls bis auf denPyrenaͤiſchen Frieden ſitzen muͤſſen; der ſchlaueCardinal aber, mit groſſer Vergnuͤgung derKoͤnigin allen ſeinen Feinden obgeſieget, undhierauf biß an ſein Ende das Steuer-Nuder derRegierung in Haͤnden behalten hat. Aus die-ſem allem kan ein jeder leichtlich ſchlieſſen, daßbey ſo verwirrtem Zuſtand dem FranzoͤſiſchenHofe unmoͤglich geweſen, die Eidsgenoſſen,derer Voͤlcker in allen dieſen Haͤndeln getreulichund beſtaͤndig auf des Koͤnigs Seiten geſtan-den, und welcher Huͤlffe er noch fuͤrbas höͤchſt-vonnoͤthen hatte, in Anſehen ihrer nahmhafftenAnſprachen zu vergnuͤgen. Man kan auch dar-aus abnehmen, warum der Franzoͤſiſche Both-ſchaffter Herr de la Barde die Bunds⸗Erneu-rung ſo ſehr getrieben hat.
Was die Eidsgenoſſenſchafft betrifft, ſo gibtuns das 165zſte Jahr wenig merckwuͤrdigesaufzuzeichnen an die Hand. Gleich zu Anfangdeſſelben gieng obgedachter Bunds⸗ Schwurder Catholiſchen Orte zu Turin vor ſich.eilen aber dieſe Handlung von unterſchied—lichen unterſchiedlich erzehlet, auch von Wi-quefort den Catholiſchen Orten zum Nachtheilangefuͤhret wird, als wollen wir b
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