Band 
[Band 9.]
JPEG-Download
 

von den Ausgeſchoſſenen der vier Cantons ſtarck be-ſuchet. Die Rebellen beſtaͤtigen nochmahls eidlich ih-ren neuen Bund. Obwohl auch die Obrigkeit denBauren die meiſten von den begehrten Artickeln bewilliget, werden dieſe doch immer hartnaͤcktiger. DieGeſandten reiſen unverrichteter Sachen auf Bern zuruͤcke. Unverſchamtes Schreiben der Rebellen an die

Obrigkeit. aDas vierdte Buch. bl. 84.Deu. Obrigkeit von Bern entſchlieſſet ſich ihre Unter-thanen durch Gewalt der Waffen gehorſam zumachen. Sie erſuchet Zuͤrich, Baſel und Freyburgihre Huͤlfs⸗Voͤlcker in Bereitſchafft zu halten. Juͤrichmahnet die geſammte Eidsgenoſſenſchafft zur Ergreif-fung der Waffen auf. Manifeſt von allen XIII. undiugewandten Orten zu Vertheidigung der Obrigkeitengegen die Unterthanen. Die Auffuͤhrer greiffen allerOrten zu den Waffen, und die in dem Canton BernDeſetzen die Paͤſſe um der Haupt⸗Stadt den Zuzugdon fremden Huͤlfs- Voͤlckern abzuſchneiden. EinTheil von den Lucerner Bauren ziehet vor die Stadtſelbige zu belagern. Leuenberger ſchlagt ſein Lagereine Meile von Bern auf. Die Obrigkeit trit mit denRebellen nochmahls in Unterhandlung. Sie erzeigenſich in waͤhrenden Tractaten feindſelig. Die Sbrig-keit fuͤhret ihr Volck und grobes Geſchuͤtze aus. EinVergliech. Die Rebellen erfinden neue Schwierig-keiten, unterſchreiben endlich den Vergliech und brechen aus ihrem Lager auf. Zuͤrich und andere Eids-genoſſen ziehen wider die Bauren zu Feld. Demuͤthi-ges Schreiben der Berneriſchen Bauren an die Ob-rigkeit. Trotziges Schreiben derſelben.

Dos fuͤnfte Buch. bl. 112.

Doe Rebellen machen den Anſchlag der Zuͤrcher La-ger anzugreiffen, Zoffingen zu uͤberrumpeln undſih von Mellingen Meiſter zu machen. Alles ſchlagt2 ihnen