2 Schauplatz der Natur.
Die In⸗/ſtaͤndig ſtecket, nicht anderſt/ als ob es einſecten. Poſten waͤre/ den er bewahren muͤſte.
Der Chev. Es iſt wahr, ich gehe alle-mahl ungern heraus. Der Herr Grafhat dieſes und die beeden Neben⸗Zim-mer mit ſo viel ſeltenen und ſehens wuͤr-digen Sachen angefuͤllet, daß die Zeit nie-mand lang darinnen werden kan.
Der Graf. Ich glaube, ſie beſinnenſich nicht recht: Wer ſeine Augen ergoͤtzenwill, muß nach Paris gehen, davon Siejetzo herkommen; hier findet man nichts,als was die Natur, ohne Beyhuͤlfe derKunſt/ von ſich ſelber hervor bringet.
Der Chev. Mein 757 Graf, ebendieſe Sachen ſind tauſendmahl ſchoͤner,als Paris mit all ſeiner Pracht und Herr-lichkeit: man wird es bald uͤberdruͤßig/wenn man immer nur einerley zu ſehen be-Jommt; an dieſem Orte hingegen iſt dieAbwechslung erſtaunlich: ich glaube, manfindet hier alles, was in den vier Theilendes Erdkreiſes waͤchſet; inſonderheit glau-be ich/ man koͤnne keine Art von Thierenausſinnen, die der Herr Graf nicht in ſei-ner Sammlung hat: einige ſind in Natur,ausgeſtopft oder ausgetruͤcknet, andere we-nigſtens im Gemahlde vorhanden. Dochergoͤtzet mich nichts mehrers, als die Men-ge kleiner Thiergen, welche theils bey demFenſter unter einem glaͤſernen Bienen-tock arbeiten, theils unter chryſtalle-
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