112 Schauplatz der Natur.
Die thig viele anzuordnen, damit die Spinne aufSpiñen. allen Seiten ihre Beduͤrfniß wahrnehmen
kan. Alle Spinnen haben forne am Kopf
Stacheln. zwey Stacheln, oder vielmehr zwey mit
Spitzen verſehene, oder wie Saͤgen ausge-hackte, Hoͤrner, an deren Ende eine groſſeKlaue, die einer Kazen⸗Kralle ahnlich iſt,hervorraget. Etwas unter der Spitze die-ſer Kralle iſt eine kleine Oefnung, wodurchdie Spinnen, wle es ſcheinet, ein ſehr giffti-ges Gifft flieſſen laſſen. Dieſes iſt ihrſchroͤcklichſtes Gewehr gegen ihre Feinde.Die Hoͤrner pflegen ſie zu bedecken oder her-fuͤr zu ſtrecken, nachdem es noͤthig iſt. Wennſie die beede Krallen nicht mehr brauchen, ſolegen ſie ſolche nieder, jedwede auf ihr Horn,wie man die Klinge eines Taſchen⸗Meſſersauf den Griff niederleget. Sie haben acht
Klauen. Fuͤſſe, die, wie die Krebs⸗Fuͤße, mit Gelen-
ken und am Ende mit drey krummen und be-weglichen Naͤgeln oder Klauen verſehenſind. Einer von dieſen Naͤgeln iſt klein undſtehet zur Seite hinaus, wie dle Spornenan den Hahnen⸗Fuͤſſen, durch deſſen Huͤlfeſie ſich auf ihrem Geſpinſte feſt halten; Diebeeden andern ſind groͤſſer, und an ihrer in-wendigen Kruͤmme mit lauter Zacken be ſe-zet, mit welchen ſie ſich uberall anhaͤngenund fortlaufen koͤnnen; entweder ſeitwaͤrtsoder gar mit unter ſich gekehrtem Ruͤcken.Auch ſo gar die glatten Coͤrper, als 0mo