114 Schauplatz der Natur.
Dunkele, und erwartet ihren Feind, der ſienicht wahrnimmt, mit aller Gelaſſenheit.Was die Weiſe betrifft, wie ſie dieſesvortheilhafftige Garn einrichtet, ſo faͤnget ſiees damit alſo an: Die Spinnen haben amEnde ihres Bauches funf Eyter, an denennoch viele andere kleinere zen. Dieſe Ey-
Warzen. ter konnen ſie nach Belieben oͤfnen und zuzie-
hen, auch die Spruͤz⸗Locher daran ſo engeund ſo weit machen, als ſie wollen. Durchdieſe Sprüͤz⸗Locher laſſen ſie den klebrichtenSafft flieſſen, damit ihr Coͤrper ganz an-gefüllet iſt: Indem nun der Safft aus de-nen Loͤchern laufet, ſo ziehet er ſich zu einemFaden, welcher immer laͤnger wird, je wei-ter die Spinne unter waͤhrendem Ausflieſſendes Safftes von dem Orte wegfaͤhret, wo-
ran ſie ihn erſt feſtgemacht hatte. So baldſie aber die Loͤcher an den Eytern zuziehet;
wird der Faden nimmer laͤnger, und dieSpinne bleibet an ſelbigen behaͤngen. Hier-auf ſteigt ſie wieder an ihm in die Hoͤhe, in-dem ſie ſich mit den Fuͤſſen feſte anhaͤlt, ebenſo, wie ein Schieferdecker in die Hoͤhe klet-tert, vermittelſt ſeiner Haͤnde und Kuye,die er feſte anſchlieſſet. Aus dleſem Fadenwird ein Gewebe, welches der Spinne groſ-ſen Mutzen ſchaffet, und auf folgende Wei-ſe verfertiget und gebrauchet wird.
Gewebe Wenn die Haus⸗ Spinne ihr Gewebe
der Haus, anfangen will, ſo ſucht ſie ich erſtlich einenSpinnen. wink-