Schauplaz der Natur.
Die im Crayß herum zu ſezen, biß ſie an dieSpin- vier Haupt⸗Faͤden kommt, an welchen dasnen. ganze Gebaͤude befeſtiget iſt Wenn nun
De
alſo das Nez fertig, ſo gehet es auf den
Fang loß. Sie ſezet ſich in den innerſtenCrayß, alſo, daß der Kopf unter ſich gegenden Erdboden gewendet iſt: Denn weil ihr
Bauch nur an einem ſehr duͤnnen Halſehaͤnget, ſo waͤre ihr eine andere Stellung
zu beſchwerlich; da hingegen auf dieſe Wei-
ſe der Bauch von den Fuͤßen und von der
Bruſt unterſtuͤzet wird. Alſo lauert ſieauf ihren Raub, und darf nicht langewarten, weil die Lufft ſo ſehr mit Fliegenund Schnacken angefuͤllet iſt, daß gar baldwelche in ihr Nez gerathen. Wenn die ge-fangene Mücke nur klein iſt, ſo wird ſie aufder Stelle abgefertiget, denn mit einem ſogeringen Frühſtuͤck macht man nicht viel
Weſens; wenn es aber ein groſſes Haupt
Stuck iſt, zum Exempel eine kraͤfftige Fliesge, die ſich zur Wehre ſezet, ſo laufft dieSpinne um ſie her, und beſtricket ſie mitunterſchiedlichen Faͤden, umfaſſet und bin-det ſie damit, und traͤgt ſie, alſo am Fadenhaͤngend davon, in ein ander Neſt das ſieunter dem Gewebe hat, und unter Blaͤt-tern, Ziegeln, oder ſonſten unter etwas ver-borgen ſtecket, und ihr bey Nacht⸗Zeit oderRegen- Wetter Aufenthalt verſchaffet.
Der
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