Band 
Erster Theil. Von Insecten, Thieren und Pflanzen.
Seite
490
JPEG-Download
 

DiePflan-

zen.

Das Ab-fallen der.Blaͤtter.

490 Schauplatz der Natur.

nen ihr Honig anzuschaffen und uns alleley heilſames Oel zu liefern. Dieſe Nathut noch mehr: Sie befeuchtet die Bla

ter mit etwas von ihrem Oele, doch nich

ſo haͤufig, daß das Eindringen der Lufft undes Waſſers in die Lufft⸗Roͤhren dadunhverhindert wurde; ſondern nur in ſolchtMaaſe, als genug iſt, die andern kleinOefnungen des aͤuſſern Haͤutleins und duHuͤlſen zu verſtopfen; wodurch der gatſtarken Ausduͤnſtung vorgebogen wird.Dieſes iſt, dem Anſehen nach, die llſache, warum die Pflanzen, welche dagleichen Oel ſehr viel, und zwar ſehr dickedas nicht leichte ſich verllehret, haben allezelt gruͤnend verbleiben: als die Buchs/Lorbeer⸗ und Pomeranzen⸗Baͤume, iſonderheit aber die Fichten, Tannen, unEiben, welche die kaͤtteſten Orte ausziere,wohin die Sonnen⸗Strahlen am wenigstenfallen koͤnnen. Dieſe Baͤume wachselangſam, weil ſie der Lufft weniger Zugalhals andere Baͤume, verſtatten; hingegen el-halten ſie beſſer, was ſie einmahl haben,

indem ihr Oel oder Harz ſie aͤuſſerlich wahverwahret, und hindert, daß weder Hize noh

Regen, noch auszehrende Winde ihre

Safft wegfuͤhren, und ihre Kraͤffte ſchwaͤ6

50 2 2.Wenn durch die einfallende Kaͤlte die alſern Theile der Blaͤtter zuſammen 20