Vierzehendes Geſprach. fon
——————biß an deſſen Ende fortzupflanzen. Dieſe Die
uchtbarkeit iſt ſo zu ſagen ein Wunder- Pft3 es duͤnket mich, wir ſollten wegen?des liberfluſſes der goͤttlichen Gaben eben ſodankbar ſeyn, als wegen ihrer Vortreflich-keit. GOttes Wille iſt nicht nur, daß derMenſch dieſes oder jenes nuͤzliche Gewaͤch-ſe ſoll bekommen koͤnnen, ſondern ſeine An-ſtalten ſind alſo eingerichtet, daß es demMenſchen faſt ohnmoͤglich daran mangeln
kan, es mag auch vorgehen, was da will.
Die Graͤfin. Es war vor weniger Zelt Memoein ſehr geſchickter Mann bey uns, welcher 15 5 öeinen Verſuch that, die Saamen⸗Koͤrner aa des
5 ee 1 Sc—an einem zwoͤlf⸗jaͤhren Aſt eines Ulmen⸗ I Po
Baumes abzuzehlen. Nach dieſem Maſe dart
berechnete er die Zahl an denen uͤbrigen acht 1702. et
Haupt⸗Aeſten; und aus demſenigen, was Nieu-
für ein einiges Jahr heraus gekommen, die ent ysSumma, die nach hundert Jahren heraus
kommen muͤßte; da er denn MillionenmalMillionen Saamen⸗Koͤrner fande. In-gleichen zehlte er auch alle merkliche Augen,welche in einem Jahre neue Aeſte austrei-ben moͤchten: Wenn man nun die Zahl die-ſer Augen in hundert Jahren, nebſt denen-jenigen, die an dem Baume aus Mangelder noͤthigen Vorbereitungen und Oefnun-gen nicht fortkommen, zuſammen rechnete:ſo kam eine Zahl heraus, daruͤber wir alleerſchracken; Woraus er ganz vernuͤnftig
Ji; be-