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Funfzehendes Geſpraͤch 715
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Der Graf. Ihr Gemüth iſt mir ſo gut Diebekannt, daß ich gewiß welß, Sie werden Pfan-alles recht mit Luſt thun, was Sie zu thun sen.
haben. Die belles Lettres, damit Sie an-jetzo beſchaͤfftiget, ſind eben ſo nützlich undannehmlich, als die Natur⸗Geſchichte. Die-ſe iſt auch Ihnen vorjezo nicht ſo nothwen-dig, und ich ſchlage ſie Ihnen nur zur Er-goͤtzlichkeit vor, waͤhrender Ferien. BißSie wieder zuruͤcke kommen, wollen derHerr Prior, und ich, die Materien ent-werfen/ davon wir kuͤnſtig in unſern Unter-redungen handeln wollen. Ich uͤberlaſſeihm die Auswahl, und man kan ſich in dle-ſem Stuͤcke auch wohl auf ihn berlaſſen.
Der Chevalier. Man iſt gluͤckſeeligAuf dem Lande, und wuͤrde es auch in derStadt ſeyn, wenn man faͤnde, was ich hiergefunden habe.
Der Prior. Wir muͤſſen die Geſeze derGeſelſchafft beſſer in Obacht nehmen, ichbitte darum. Weg mit den Complimen-ten und Lob⸗Spruͤchen! Solche Acade-miſten, wie wir, kommen nicht deswegen zu-ſammen, daß wir einander bewundern wol-en. Wir ſind jezo hier, daß wie dasjeni-9e anhoͤren, was die Frau Gräfin geſternversprochen, uns zu erzehlen.
Die Graͤfin. Man muß doch dem Che-baller auch erlauben, daß er Ihnen ein Kenn-zeichen ſeines guten Gemuͤthes gebe Und
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