Funfzehendes Geſpraͤch. 549
veraͤnderlich und bequem abgemeſſen wuͤr⸗ Diede, theilten ſie jeden Haupt⸗Theil in z. klei⸗ Pflan-nere Theile, nach den Gegenden des Him zen.
mels, worinn ſich die Sonne zu ſelbiger Zeitbefand, und alſo das ganze Jahr in zwoͤlfHaͤuſer oder Orte der Sonnen, welchen ſiebeſondere Namen gaben, von zwoͤlferleyDingen, deren Beſchaffenheit einige Ver-gleichung hatte mit demjenigen, was in jed-wedem Theil des Jahrs vorzugehen pfleget.Im Fruͤhlinge erfuͤllet die Sonne dasErdreich mit Guͤtern, darunter waren dieSchaafe, Kuͤhe und Ziegen denen Egypternam nuͤzlichſten und wehrteſten. Damit ſieReichthuͤmer und die Fruchtbarkeit desFrühlings ausdrucken mochten, gaben ſiedenen dreyen erſten Geſtirnen, dadurch diedonne im Fruͤhlinge laufet, die Namendieſer dreyen Thiere. Das erſte Geſtirn,darinn ſich die Sonne nach dem Winterbefindet, wenn Tag und Nacht gleich ſind,bekam den Namen des Thiers, ſo zur ſelbi-gen Zeit gemeiniglich jung wird, nemlich deskamms, oder ſeines Vatters des Widders,das zweyte hieſſen ſie den Stier, und da dieZiegen im November traͤchtig werden, undfuͤnf Monathe tragen, hernach aber gemei-niglich oͤfters zwey Jungen, als nur eines,bringen, ſo kam die Benennung der Zwil-linge fuͤr das dritte Fruͤhlings⸗ Zeichenheraus, an deren ſtatt die Griechen ohneM m 2 Ur-