48 Schauplatz der Natur.———
Die Vatterland zuruͤckgekehret, wo man esne als eiwas neues ſehr bewundert hat. Je-des doch ruͤhret dieſes nicht alein daher, weilBlu, es etwas fremdes geweſen, ſondern vielmen mehr weil es vollkommen ſchoͤn iſt.eigen- Der Chevalier. Wie muß dieſe Blu-ſchafften me beſchaffen ſeyn, wenn man ſie vor voll-einer kommen halten ſolle? Nſchoͤnen Der Graͤfin. Am meiſten ſiehet man—85 darauf, daß der Stengel ſtark und dichtcul, ſeye; daß viel Blumen auf ſelbigem ſte-hen, und ein Geſtraͤuſſe ausmachen, dasgut in die Augen faͤllet, und nicht zu ſeh-gegen die Erde abhaͤnget..Der Prior. Dieſes geſchiehet, wie Siean gegenwaͤrtigem Stock ſehen koͤnnenwenn die Blumen ⸗Stiele gar zu lang oderzu dünn ſind. 5Die Graͤfin. Man will auch habendie Blumen ſollen breit, ſammethafftigund von einer regeltnaͤſſigen Geſtalt ſeyn?Die Blaͤtter nicht gekräuſelt, ſondernglatt, die Farben glaͤnzend: Die Fadelein nicht in der Mitte des Bechers, ſon-dern bey ſeinem Anfange, und wie einekleine Sonne geſtellet. Ein groſſer Feh-ler iſt, wenn man den Griffel ſiehet) wegdie Faͤdelein verborgen ſtecken. Es ſoauch das Auge, ſo den Grund des Be-chers zieret, recht rund ſeyn, es ſtelle danneinen Stern recht vollkommen vor, 15