142 Schauplaz der Natur.
Die Ans Der Chevalier. Es ſcheinet, man
ordnung ſollte vielmehr das Gegentheil beobachten.
Senger, Warum ſolle die Erde deſto mehr ernäh-
i 1 5 je weniger ſie Nahrung mittheilenan?
Der Prior. Ich will Ihnen erſtlichſagen, wie man es zu machen pfleget, her-nach will ich Ihnen auch die Urſache er-klaͤren. N 8
Niedrige An einer niedrigen Mauer, als etwa
Mauer, von ſieben biß acht Fuß, ſezet man die
Baͤume viel weiter voneinander, als an ei-
ner hohen, damit ſie ſich ohne Unordnung
ausbreiten, und an den Seiten wieder
einbringen koͤnnen, was man ihnen an
der Hoͤhe benimmt. f
Hehe. An einer hohen Mauer, von zwoͤlf biz
Mauer. fuͤnfzehen Schuhen, ruͤckt man ſie ge-
nauer zuſammen/ und ſtellet allemahl ei-
nem Zwerg⸗ Baum zwiſchen zwey halb-
ſchaͤfftige Baͤume, damit die ganze Mauerbekleidet und benuzet werde. ö
Doch richtet ihre eigentliche Weite
ſich nach der Guͤte des Bodens. Iſt die
Mauer niedrig, und der Boden ſehr gut,
ſo muͤſſen die Birn⸗ und Pfirſig⸗Baͤume
neun Fuß von einander ſtehen. Die Ab-
ricoſen und Pflaumen⸗Baͤume, ſo mehr
Aeſte treiben, haben zwoͤlf Schuhe noͤ-
thig. Iſt der Boden nur mittelmaͤſſig,
ſo kommen ſie einander um drey Sie
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