Band 
Zweyter Theil. Enthaltend, was ausser und in der Erde befindlich.
Seite
144
JPEG-Download
 

144 Schauplaz der Natur.

Die An⸗kan man ſie mit mehrerer Freyheit ord-ordnung nen, ja auch auf gutem Boden nahe an-

des Ru-chengar-

tens.

Zuberei-

einander ruͤcken, weil ſie ſich nicht, wie dieSpaliere, nur auf beeden Seiten, ſon-dern in der Ruͤnde herum ausbreiten.

Der Chevalier. Halten Sie ſuͤr gut,wenn man Wein⸗Reben an der Maueruͤber die Spaliere auflauffen laͤſſet?Der Prior. So lange die Spalierejung ſind, fuͤllen die Weinſtoͤcke die Luͤ-cken wohl aus, und ergoͤzen mit ihrerFrucht ſo wohl, als mit ihrem gruͤnenLaub. aDercChevalier. Wenn es zum pflan-zen kommt, ſo ſehe ich, daß man allezeitſehr tiefe Graͤben machet: Was hat manfuͤr eine Regel in dieſem Stuͤcke?

Der Prior. Will man Spaliere

tung zum pflanzen, ſo ziehet man erſt an der Mauerpflanzen einen Graben, ſechs Schuhe breit, und

drey Schuhe tief. Fuͤr Zwerg⸗Baͤumeerhaͤlt der Graben eine Tiefe von acht Schu-hen, und dergleichen Breite, es ſey dann,daß man den ganzen Garten ſo tief um-gegraben habe.

Der Chevalier. Brauchen denn dieZwerg⸗Baͤume mehr gute Erde, als dieSpaliere? Warum iſt ihr Graben oderMiſtbeet von acht Schuhen?

Der Prior. Weil das Spalier hartan der Mauer ſtehet, ſo wendet es ſeine

Wur-