Siebendes Geſpraͤch. 181
haben angefangen eine Weiſe zu gebrau⸗Die zu-chen, welche bey uns noch nicht in Schwang beho-gerathen wil. Sie beſtehet darinnen, des Ru-daß man einen ſchoͤnen Zweig von einem chengar-guten Baum auf ein Wurzel ⸗Trumm tenspfropfet. Man waͤhlet eine von den ſtar⸗ Asricolaken Wurzeln eines ſolchen Baums, der dale.ſich zu der Natur der Pfropf= Neiſer.ſchick. Dieſe Wurzel ſchneidet man in Tne artviele Stuͤcke, und beſezet jedwedes mit of hus-einem Reiß, auf eine von obenbeſchrie- Pennbenen Arten. Iſt der Baum bey guten meer, kel-Kraͤfften, ſo ſchadet ihm nicht, wenn man jow oftine dicke Wurzel wegnimmt, welche the royalauf einmahl zwanzig oder dreyſſtg junge ſocieryBaͤume ziehen kan. Waͤre dieſe Art zupfropfen genugſam durch Verſuche beſtaͤt-tiget, und von gewiſſen Erfolge, ſo koͤnn-te man, durch ihre Huͤlfe, Wurzel undReiß gleich an das Ort pflanzen, wo derBaum kuͤnftig ſtehen ſoll; dahingegen, beyden vorigen Pfropf⸗Arten, pfropfen undverſezen zwey, der Zeit nach, gewaltigweit unterſchiedene Dinge ſind.
8.) Endlich kan man auch, nach ein ervon angefuͤhrten Weiſen, einen Baum mitſeinem eigenen Zweige bepfropfen, und die-ſen Zweig einſtens wieder mit einem vonſeinen Schoͤßlingen. Das Ooſt wird,ich weis nicht warum, zaͤrter und wohl-geſchmackter davon.
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