Achtes Geſpraͤch. 197
len, und welche dick und kraͤfftig ſind, ob⸗Das Be-ſchon ſie unten am Haup⸗Aſte, gegen den ſchnei-Schafft zu, ſtehen, dahingegen oderhalb den.ihnen duͤnnere Aeſte wachſen. Alle der-gleichen Schoͤßlinge ſind Aeſte von fal-ſchem Holze; und gleichwie ſie nicht ſo gutals die andern fortkommen, ſo ſchneldetman ſie hinweg es ſey denn man ſehe zumvoraus, daß ſie zu Ausfuͤllung einer Luͤ-cke dienen werden, oder daß ſie beſſer an-ſchluͤgen, als die andern, ſo die gewoͤhn-liche Ordnung halten. Es iſt nicht genug,daß man die Obſt⸗ und Holz ⸗Aeſte von denfalſchen Holz⸗Aeſten, ſo man abwirft, zuunterſchelden wiſſe: Man hat auch eln ge-wiſſes Kennzeichen noͤthig, die guten Obſt-Aeſte von den ſchlechten zu unterſcheiden.Dieſes⸗Kennzzichen nimmt man her, ausder Eigenſchafft der Augen und Knoſpen,aus der Farbe der Rinde, und der Staͤr-ke der Aeſte. Sehr duͤnne Aeſte, mit klei⸗ Krüppel-nen und weit aus einander ſtehenden Au⸗ hafftigegen, nennet man Kruͤppel. Ihre Beſchaf⸗ Aeſte.fenheit iſt ſchwaͤchlicht, und taugen ſie zunichts, alſo ſchneidet man ſie ohne Barm-herzigkeit hinweg.Iſt der Aſt Fingers⸗dick, lang und ge-rade, wie eine Kerze/ mit magern und weit-laͤuffig ausgetheilten Augen, ſo iſt es einzehrender Aſt welche den Haupt⸗Aſt fuͤr Zehrendedie lange Weile ausſaugen. Dieſe Aeſte.N 3 ſchaf-