Achtes Geſpraͤch. 199
mit der Safft deſto mehr gethellet und ge⸗-Das Be-ſchwaͤchet werde. Zuweilen beſchneidet 1 5man 0 um dieſer Urſache willen ganz undgar nicht. 5Die ſchwachen Baͤume werden kurzbe-
ſchnitten, zumahl im Anfange, und laͤſſetman ihnen nur gar wenige Aeſte: Dennweil ſie noch nichts vollkommenes getrie-
ben haben, ſo hoffet man, daß ihre erſtenSchoͤßlinge, die ſie bey wenig uͤbrigen Hol-
e treiben werden, von ſtaͤrkerer Beſchaf-abel ſeyn/ und den Geund zu einem ſchoͤ-
nen Geſtraͤuſſe legen moͤchten.
Die Eintheilung erſtrecket ſich auf denBaum uͤberhaupt, und auf jedweden vonſeinen Theilen. Bißweilen nimmt manweg, und verurſachet dadurch, daß nuran einem gewiſſen Orte Obſt waͤchſet;Zuweilen nimmt man weg, und machetdadurch den ganzen Baum fruchtbar.Wenn man einen unnuͤtzen Aſt abwirft,und eines Thalers dick uͤder demjeni-gen, auf welchem er ſtehet, abſchneidet, ſokan der Safft nicht weiter fortkommen,und treibet faſt allemahl zwey kleine Obſt-Aeſte zur Seite heraus. Legt ein Baumlauter Holz an, und giebt kein Obſt, oderdoch nur auf einer Seite, ſo beſchneidetman die unfruchtbare Seite ganz kurz, undhebet alſo das Übel aus dem Gruͤnde. Beſchnei-Weil alles dieſes uͤberfluͤſſige Holz von dung der
N 4 dem Wurzel.