Achtes Geſpraͤch. 231
wie viele Leute thun: Worzu waͤre noͤ Das Besthig ſolche Baͤume mit groſſer Muͤhe zu ſchnei-ziehen, welche nur mittelmaͤſſige Fruͤchte 25bringen? Wir wollen lieber die Arbeit undden Boden auf etwas trefliches wenden.Bey unſerm naͤchſten Spazier⸗Gangewill ich Ihnen, mein lieber Chevalier,den nuͤtzlichſten Gebrauch anwelſen, denman mit einem Garten machen kan, undIhnen alle Arten beſchrelben, die man mitAusſchlieſſung der andern beybehaltenmuß; ingleichen will ich Ihnen die Mittelſagen, wie ſie das ganze Jahr uͤber vor-theilhafftig anzuwenden ſind.
Der Chevalier. Wenn Sie michp bie zur Haushaltung anfuͤhren, ſo
ird die Weltweiß heit ihren Abſchied balderhalten. g 2
Der Prior. Im geringſten nicht: diegeſunde Weltweisheit ſaͤnget allemahl beyeiner vernuͤnſtigen Haushaltung an. Dle-ſe allein ſetzet den Menſchen in den Standruhig zu leben, andern gutes zu thun,und dem Wohlſtande gemaͤß ſich zu ver-halten. Mit was fuͤr Rechte will manvon Dingen reden, die am Himmel geſche-hen? und warum will man das Welt⸗Ge-baͤude in Ordnung bringen, wenn manſein eigen Haus weſen nicht ordentlich eln-
richten kan?P4 Die