Zehendes Geſpraͤch. 279
gen. Fuͤr Sie ſind ganz andere Ver⸗Suͤlſen-richtungen beſtimmet. Sie ſollen kuͤnftig Gruͤchte.die Ober-Aufſicht uͤber die Arbeit derGaͤrtner haben: Dieſe muͤſſen ihre Armeherleihen, hingegen werden Sie, an ih-
rer Statt, die Anordnung mit gutem Ver-
ſtande zu machen wiſſen.
Der Chevalier. Geſezt, ich haͤtte zuHauſe die Aufſicht uͤber den Kuͤchen⸗Gar-ten, was muͤſte ich bey dieſem Amte beob-achten?
Der Prior. In dieſem Falle muͤſſenSie dahin trachten, daß kein Theil desGartens unnuͤze, noch ein Theil des Jah-res von Kuͤchen ⸗Gewaͤchſen entbloͤſſet,bleibe. In dieſer Abſicht muͤſſen Sie ge-nau wiſſen, zu welcher Zeit jedes Ge-waͤchſe in die Erde kommen, und wie lan-ge es darinnen verharren ſolle, damit,wenn die Zeit kommt, da man ſie auszie-hen muß, und nicht mehr genieſſen kan,gleich andere bey Handen ſeyen, die ihreStelle erſezen.
Der Chevalier. Ich ſehe wohl, daßalles auf dieſe Wiſſenſchafft ankommt;Wie kan man ſie aber erlangen? In ei-nem Kuͤchen⸗Garten ſtehen die Gewaͤch-e ja bey tauſenden, wie mich duͤnket.
Der Prior. Dieſes iſt ein Stuͤck ſo-wohl von der natuͤrlichen Geſchichte, alsvon der Haushaltungs⸗Kunſt, das man
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