Fehendes Geſpraͤch. 275
beeren) ſowenig, als die Erdbeeren, hierzu Zůͤlſen-rechnen, weil wir ſie ſchon ohne Beden-Gruͤchte.4 unter die ordentlichen Fruͤchte gezehlet
aben.b Den Anfang machen wir bey dem DerSpargel, mit deſſen erſter Zucht es et⸗ Spargel.was langſam hergehet. Doch, muß mananfaͤnglich gleich Gedult und Muͤhe an-wenden; ſo wird man hinwiederum vier-
zehen oder funfzehen Jahre lang von ei-
nem Spargel⸗Stensel dafuͤr bezahlt, jabißweilen langer. Man muß auf friſche
Zucht bedacht ſeyn, ehe die erſtere untaug-
lich worden, und ſelbige an ſolche Ortepflanzen, wo noch kein Spargel geſtan-
den, damit ſie deſto haͤuffiger die benoͤthig-
te Feuchtigkeit in der Erde finde.
Der Chevalier. Weil der Spargeldermaſſen nuͤtzlich iſt, ſo belieben Sie mirdoch zu ſagen, wie man mit ihm umge-hen muͤſſe. Die ſe Weltweisheit und ihreAus uͤbung gefaͤllet mir treflich wohl.
Der Prior. Man kan neue Sten-gel aus dem Saamen ziehen; Allein mangewinnet viele Zeit, wenn man zweyjaͤh-rige Sproſſen in die Erde ſezet Die ſe pflan-zet man nur in zwey Reyhen, wenn dieBeete vierthalb Fuß in die Breite haben:der ſchmale Gaug zwiſchen den Beeten,muß zwey Fuß breit ſeyn. Den letztenBeeten am Quartiere giebt man nur die
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