330 Schauplaz der Natur.
Das Ge⸗Man ſagt, es ſeye dleſes Mode nur ſelt kur-trayde zem aufgekommen.
Der Prior. Im Jahr 1560. ſaͤete Hr.Nicot, Franzoͤſiſcher Botſchaffter in Por-tugall, dieſes Kraut in ſeinem Garten. Erhatte es von einigen Reiſenden bekommen,die es aus einer gewiſſen Landſchafft inMexico, mit Namen Tabaco, mitgebracht;Die daſigen Landes⸗Einwohner hieſſen esPetun. Da man dle Blaͤtter auf einigeGeſchwulſten und Schaͤden mit gutemNutzen legte, hielte man ſie fuͤr ein tref-liches Mittel. Der Hr. Nicot ſchickte die-ſes Kraut der Koͤnigin Catharina von Me-dicis, und daher kommen die vielfachen Be-nennungen, ſo man ihm nach und nach ge-geben, als: Kraut der Koͤnigin, Nicotiana,Petun, Tabac. Es hat ſeinen leztern Na-men, welcher der gebraͤuchlichſte iſt, einevon den kleinen Antilliſchen Inſuln gege-ben, woſelbſt es beſſer fortkommt, als an-derswo. Jedermann weiß ſeinen unter-ſchiedlichen Gebrauch. Seine vornehm-ſte Wuͤrkung iſt, wie an unſerm Jusquia-me de Canada, dem es aͤhnlich ſiehet, zuknelpen, um ſich zu freſſen, und in den Ner-77 eine Art von Convulſionen zu erwe-cken.
Der Chevalier. Dieſe letztere Be-wegung iſt der Natur etwas ungewoͤhn-liches. Kan es gut zu etwas ſeyn? 5
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