408 Schauplaz der Natur.
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Der nen Einwohnern von Champagne iſt et-wein. was ganz anders begegnet, als den Ein-wohnern von Campagna Komana. Die Wei-ne von Falerno, welcher Horatius ſo offtin ſeinen Gedichten ruͤhmet als das vor-treflichſte Gewaͤchſe von ganz Italien, ſindMist. nat. hundert Jahre nach ſeiuem Tod in Ab-Lib 14. fall gerathen, woran die Einwohnerc. 6. Schuld geweſen, welche die gute Welſe denWein zu machen bey Seiten geſetzet, undmehr auf die Menge, als auf die Guͤte geſchenhaben(*): Da vorhero, die erwaͤhntenWeine ſich viele Jahre gut erhielten, ſoſind ſie heutiges Tages, wie die meiſten an-dern Italiaͤniſchen Weine, ſo ſchwach,Andreas daß man ſie nicht mehr trinken kan, ſobaldA Paccius der Sommer herbey kommt, es ſey dann,de vinis man koche ſie, damit ſie biß auf das kuͤnf-Aale. tige Jahr gut bleiben. Hingegen habenes die Champagner ſo weit gebracht, durchihr fleiſſiges bemuͤhen, und durch Beobach-tung einer guten Weiſe, daß ſie nicht al-leine ihre Weine beruͤhmt gemacht, vondenen man vorhero nichts wuſte; ſondernauch ſelbige, ohnerachtet ihrer natuͤrlichenGelindigkeit, weit laͤnger gut erhalten, alsdie Weine aus SGuienne und Burgund ſichhalten laſſen. Dieſes Beyſpiel iſt annochneu genug, und ſo beſchaffen, daß es blllichandern Provinzen einen Eyfer zu ruͤhmlicherNachfolge, erwecken ſolte. Der
( ν copiæ potius, quam bon tati, ft udentium