Funfzehendes Geſpraͤch. 449das Mundloch jedweden Gefaͤßes ſchi⸗ Diecken, und keinen Safft in ſich ſchlucken waͤldenſolte. Der Kork⸗Baum, ſo dieſe Rindetraͤget, iſt eine Art von groſſen Stein⸗Ei-chen, die in Gaſcogne, in Spanten, und inItalien wachſen. Das Eckericht davondienet zur Schwein⸗Maſt beſſer, als dasgemeine. Die Rinde ſpringet von ſich ſelberauf, und loͤſet ſich vom Stammen ab,weil ſie von einer friſchen Rinde zerdeh-net wird, die unter ihr nachwaͤchſet. Dochpfleget man dieſem Trieb der Natur vor-zukommen; und, wenn man groſſe und glat-te Stuͤcken haben will, ſo machet maninnen Schnitte von oben biß unten in dieRinde, nebſt zwey Queer⸗ Schnitten indie Rinde um den Baum her, einen ober-waͤrts, den zweyten weiter herunter. So-dann loͤſet man die Rinde ohne zerbrechenab, und weichet ſie in Waſſer, legt ſie ſo-dann auf gluͤhende Kohlen, davon ſie aͤuſ-ſerlich ſchwarz wird. Man preſſet ſie mitSteinen plutt, truͤknet ſie hernach, undpackt ſie ein, zum wegſchleken.
Man ziehet aus einigen Baͤumen ge⸗ Pech,woͤhnlicher Weiſe den Safft, oder Harz Kartund Gummi, ſo man zu vielen Sachenbrauchen kan, wenn man ihre Rinde ringsherum durchſchneidet, oder wie gemeini-glich geſchiehet, wenn man nur hin undwieder einen Einſchnitt macht. Auf dieſe
II. Theil. Ff Wei-