Erklärung der Rupfer.
les. Stellen wir uns zwanzig Grad davon, gegen den Pol,ſo endigt ſich unſer Horizont nicht mehr an ſelbigen, ſon-dern zwanzig Grade kiefer, ſodann ſind bie Krayſe, welchedie Sonne beſchreibet, alle in zwe ungleiche Theile zerſchnit-ten. Erſcheinet die Sonne dieſſeits des quators, ſo iſt das
Theil von ihrer Bahn über den Horizont, groͤſſer, als dasunter demſelbigen, und folglich die Taͤge länger, als die
Nächte. Befindet ſich die Sonne ſenſeit des Equators, ſoiſt der Theil von ihrer Bahn über dem Horizont kleiner, als
der Theil von ihrer Bahn unter dem Horizont, folglich ſinddie Nächte ſodann länger; als die Tage.
Dergleichen Veranderungen giengen keinesweges vor,wenn die Erde nicht ihre Achſe neigete, und allezeit ihrenquator gegen die Sonne kehrete. Dieſes war nothwendigerWeiſe die Stellung der Achſe vor der Suͤndfluth, woferne an-derſt ein immerwaͤhrendet Ftühlig damahls geweſen, wiees ſcheinet daß man aus folgenden Gruͤnden ſchlieſſen koͤn-ne. I. Aus dem langen keben der Meuſchen; 2. Aus demAugedencken davon das ſich in den Schrifften der altenPoeten findet. 3. Aus den verſteinten Blattern, Knoſpenund Fruͤchten, die man auf dem ganzen Erd Krayſe findet,und pahrſcheinlich machen es müſſe vor der SündfluthFruͤhling und Perbſt beſtaͤndig ſeyn vereiniget geweſen. A-lein da Ott die Achſe der Erde um 23. Grad weiter gerü-cket/ ſo kam eine neue Ordnung in allen Sachen zum Vor-
chein, ein neuer Himmel und eine neue Erde. Dieſe Muth-
maſſung ſtehet weder der wahren Gottes Furcht entgegen,als welche Gott alleine alles, was in der Welt geſchiehet,zuſchreibt, noch der gründlichen Natur-Lehre, welche ſchongewohnt iſt, zu erfahren, daß die hauptſaͤchlichſten Wür-ckungen durch bab e Mittel erhalten 10
a werden. 8 f f
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Ende der Erklärung von den Bupfern.