Die
undVieh-
Die
Trifften. Überfluß an Graſe, das ſie ſchlecht verdaͤu-
32 Schauplatz der Natur
Schaafe, ſo uns beedes verſchaffen, befin-
Wieſen den ſich bey fetter Weyde nicht ſo gut, wie
das groſſe Heerd⸗Viehe. Allugroſſer
en, verurſachet ihnen toͤdliche Krankheiten.Sie werden von dem Schlamm und derFeuchtigkeit des ſtarken Erdbodens ange-ſtecket. Hingegen ſind ſie am liebſten antrockenen Orten, woſelbſt ihre Geſundheitvauerhafftiger bleibet. Der Thymian, Feld-Kuͤmmel, Lavendel und ſo viele andere wohl-riechende Kraͤuter, geben ihrem Fleiſche ei-nen beſſern Geſchmack. Ihre Wolle wirdreiner, zaͤrter und theurer. Aus dem Fett be-komt man Inſchlicht, das an Weiſſe denenWachs⸗Kerzen nichts nachgiebet.„Der Chevalier. Sie haben mir denNutzen vorgerechnet, den man von einerKuh haben kan: Wie hoch koͤnte er ſich beyeinem Schaafe belauffn?
Der Prior. Aus den Uberſchlaͤgen, ſoman deswegen in verſchiedenen Landſthaff-ten gemacht, ergiebt ſich zimlich einhellig/daß der Nutzen von einem Schaafe desJahres einen Thaler betraͤget, auch biß-weilen noch etwas hoͤher ſteiget. Eine aus
5 füͤhrliche Erzehlung will ich Ihnen nicht ma-
chen: Sie werden ſich alſo begnuͤgen denſichern Uberfluß, nach Abzug aller Unkoſten,zu wiſſen. Dieſer beruhet hauptſächlich auder Woll⸗ Schur, ſo man jaͤhrlich imMayen